2021

55 Jahre CAPELLA ACADEMICA WIEN

In diesem Jahr feiert die Capella Academica Wien ihr 55-jähriges Bestehen. Gelegenheit auf einige der interessantesten Daten seit dem Bestehen der Capella Academica hervorzuheben: 

die Gestaltung des Schütz-Festes 1965 und des Bach-Festes 1966, die zu der Gründung der Capella Academica Wien führte. 

Gespielt wurde anfangs auf den barocken Instrumenten der Fiala-Ahlgrimm Sammlung, die damals von Musikakademie angekauft wurden (daher der Name Capella Academica). 

Die ersten Mozartopern mit historischen Instrumenten gestaltete Melkus gemeinsam mit Harald Goertz als Dirigenten im historischen Rahmen des Schönbrunner Schlosstheaters: Die Entführung aus dem Serail" 1966, "Cosi fan  tutte" 1967.

 Dem folgten Opern mit Wolfgang Gabriel: von Gluck „Der betrogene Kadi“, und „Der bekehrte Trunkenbold“, von Cimarosa „Die heimliche Ehe“, ferner von Ferdinand III „Dramma Musicum“ von 1649, das Oratorium „Die Erlösung des menschlichen Geschlechtes“ von Leopold I, von Gluck „Il Parnasso confuso“,  Monteverdis „Incoronazione di Poppea“ mit Sena Jurinac und Haendels „Xerxes“ mit Anton Dermota

 Aufgenommen im Palais Liechtenstein Wien, 1980

Die Mitwirkung bei der Einspielung von Cavalieris „Rappresentatione di Anima et di Corpo“ mit einem Staraufgebot der Deutschen Grammophon, die Wiederbelebung der Oper "Psiche" von J.J. Fux 1968 in Bruno, bei den Innsbrucker Festspielen,  und Brühler Schlosskonzerten 1978 und insbesondere die Inszenierung von Haydns „La vera costanza“ 1982 sind einige Meilensteine in der Geschichte der Capella Academica Wien. 

 Konzert in der Albertina

Einige wichtige Tourneen führten nach Frankreich, Deutschland, England, Italien und zum Haydn-Fest nach Washington. 

 

Die regelmäßige Gestaltung der Albertina Konzerte bis zum Jahr 1997 mit großen Solisten und die nachfolgenden Museumkonzerte zeigen die Linie, die Eduard Melkus eingeschlagen hat: eine Verbindung zwischen Musik und der zeitgenössischen Malerei zu suchen, um damit die ästhetische Verbindung zwischen Musik und der bildenden Kunst sowie deren Auswirkungen für die Interpretation zu dokumentieren.

Das Ensemble Eduard Melkus

Das Ensemble Melkus besteht seit 1975 als Ergänzung zur Capella Academica.  Durch Anregungen der Archiv Produktion unter Holschneider entstanden mehrere  Plattenaufnahmen  im Zusammenwirken von Streichern der Capella Academica Wien und Bläsern der Wiener Philharmoniker zur Interpretation von Musik des 19. Jh., bei denen Melkus nicht auf die höchste Kultur unserer Philharmonischen Bläser verzichten wollte, und daher vorschlug, eine Mischung der historischen Instrumente im klassischen Stil und der Philharmoniker mit ihren modernen Instrumenten zu versuchen.

 

Da sich diese Mischung sehr bewährte ist sie seither für Musik des 19. Jh. regelmäßig verwendet worden. Die Wiener Bläser haben als einzige die große Gabe beibehalten, trotz der modernen Konstruktion ihrer Instrumente die Zartheit und Delikatesse des Klanges der alten Instrumente beizubehalten. Aufnahmen des Beethoven Septetts, Schubert Oktetts, usw mit Alfred Prinz - Klarinette, Dietmar Zemann - Fagott oder auch Hermann Ebner,  Gabler, Niedermayer – Flöte, Harald Schlosser und dem unvergesslichen Alfred Hertel gehören zu den schönsten Erinnerungen in unseren Aufnahmen. 

Ergänzt wurden diese Aufführungen durch die Inszernierung der Beethoven Oper „Dido“ welche das wache Interesse von Eduard Melkus auch an der dramatischen Kunst bekundet.

 Ausschnitt aus dem Festkonzert 2016 anlässlich des 50 jaehrigen Jubileums